20. Januar 2013

Auch Oberhaveler fiebern mit Niedersachsen

Heute wurde in Niedersachsen gewählt. Auch in Oberhavel verfolgten politisch interessierte Menschen die Hochrechnungen mit Herzklopfen. Am Abend traten dann die beiden Bundesvorsitzenden der LINKEN in Berlin vor die Mikros.

„DIE LINKE hat als einzige Partei im Wahlkampf den Zusammenhang zwischen den an Banken und Spekulanten verschenkten Steuermilliarden und den wachsenden Sorgen der Menschen um steigende Mieten und Stromkosten, unzureichende Löhne und Renten, Bildungsnotstand und Schließung von Krankenhäusern in Niedersachsen aufmerksam gemacht. Das kam gut an. Dennoch hat die Zuspitzung auf die Frage: Rot-Grün oder Schwarz viele linke Wählerinnen und Wähler abgehalten, DIE LINKE zu wählen.“, so die Bundesvorsitzende, Katja Kipping, am heutigen Abend nach der Wahl. Der Co-Vorsitzende, Bernd Rixinger, sprach von einem schmerzlichen Ergebnis. Er bedankte sich bei den Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer und bei der Niedersächsischen Landtagsfraktion, für ihre gute Arbeit. Rixinger sieht einen leichten Aufwärtstrend, will aber nichts beschönigen.

„Wir müssen das Ergebnis jetzt analysieren und schauen, warum wir unsere Wählerinnen nicht an die Wahlurne bewegen konnten“, so Ralf Wunderlich, Kreiswahlkampfleiter der Kreis-LINKEN. „Nach Infratest Dimap sind allein 40.000 Wählerinnen und Wähler in das Lager der Nichtwählerinnen abgewandert. Sie gilt es wieder zu überzeugen. Die restliche Wählerwanderungen wie zum Beispiel 17.000 an die Grünen, 15.000 an SPD, 10.000 an CDU sprechen eher dafür, dass wir zwischen den beiden Lagern zerrieben wurden“, so Wunderlich weiter. Ein wenig eigenartig findet er, dass DIE LINKE 1.000 Stimmen von der FDP gewonnen haben soll. Die FDP hat nach Aussagen der ARD an alle Parteien Stimmen abgegeben und nur von der CDU 104.000 Stimmen bekommen.