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23. November 2017

Gewalt kommt mir nicht in die Tüte

Am 25. November findet der internationale Gedenktag »Nein zu Gewalt an Frauen« statt. Anlässlich dieses Tages fanden auch in Oranienburg am 22. November zwei Aktionen statt, an denen unter anderem die Kreisvorsitzende der LINKEN Oberhavel, Stefanie Rose, und der Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg, Ralf Wunderlich, teilnahmen.

Die Stadt Oranienburg beteiligt sich an der traditionellen Fahnenhissung , die 2001 von »TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V.« anlässlich des Gedenktages ins Leben gerufen wurde. Dazu hatte wieder die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oranienburg, Heidrun Szczepanski, eingeladen, um damit ein Zeichen gegen die tägliche Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen.

Die jährliche Fahnenhissung geht zurück auf die Schwestern Mirabel: Sie wurden am 25. November 1960 wegen ihrer politischen Aktivitäten und ihres Auflehnens gegen die militärische Diktatur in der Dominikanischen Republik nach langer Verfolgung und Folter ermordet. Die deutsche Menschenrechtsorganisation »TERRE DES FEMMES« macht mit verschiedenen Aktionen und Kampagnen auf Themen wie häusliche Gewalt, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung aufmerksam.

Anschließend ging es zu einem ortsansässigen Bäcker, der an der Aktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ teilnimmt. In der Woche vom 20.11. bis 25.11. verteilen rund 150 Bäckereien im Land Brandenburg insgesamt 250 000 spezielle Brottüten unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Mit einem speziellen Aufdruck wird über das Hilfsangebot von Kliniken im Land Brandenburg nach einer Vergewaltigung sowie über Kontaktmöglichkeiten von Frauenhäusern und Beratungsstellen informiert. Initiatoren der Brottütenaktion sind der Frauenpolitische Rat Brandenburg e.V., der Landesverband der Bäckereien und Konditoreien Berlin-Brandenburg, die Opferhilfe Land Brandenburg e.V., die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg sowie das Netzwerk der Brandenburgischen Frauenhäuser.

Wichtige Informationen sind zu finden auf der Seite des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hier.