Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Oberhavel

Antrag an die Gesamtmitgliederversammlung des Kreisverbandes Oberhavel der Partei DIE LINKE. am 8. November 2008

Antragsteller: Ralf Wunderlich, Mitglied der Partei DIE LINKE.

Die Gesamtmitgliederversammlung möge beschließen:

DIE LINKE Oberhavel bringt sich weiterhin in Initiativen für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Oberhavel ein.

Die Gesamtmitgliederversammlung fordert die kommunalen Abgeordneten auf:

  1. sich weiterhin im Kreistag und in den Gemeinden für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Oberhavel einzusetzen und
  2. sich weiterhin für gentechnikfreies Mittagessen in Schulen und Kitas einzusetzen.


Der Kreisverband Oberhavel führt im Nordkreis im Frühjahr 2009 Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Gentechnikfreie Landwirtschaft“ durch. Mit der Durchführung dieser Veranstaltung wird der Kreisvorstand beauftragt.

Begründung:
Die Begründung des Antrages ergibt sich aus dem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2008 der Linken in Oberhavel in dem es heißt,: „ … Mit der Mehrheit der Bürger und zahlreichen Landwirten setzen wir uns für einen Stop des Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen, vor allem von GenMais, in Oberhavel ein. Der Kreis sollte bei diesem Anbau nicht weiterhin Vorreiter in Deutschland sein, solange die Auswirkungen für Mensch und Natur nicht endgültig und wissenschaftlich sicher geklärt sind. Wir werden dem neugewählten Kreistag vorschlagen, Oberhavel zu einer Zone zu erklären, in der GenTechnik vorerst unerwünscht ist. In den Städten und Gemeinden des Kreises werden unsere Fraktionen und Abgeordneten versuchen, das ebenfalls zum Schutz der Verbraucher durchzusetzen … “

Zu 1.    Bei noch nicht allen kommunalen Abgeordneten der Linken in Oberhavel ist die Meinungsbildung zum Thema gentechnikfreie Landwirtschaft abgeschlossen. Der Beschluss der Gesamtmitgliederversammlung und die Ergebnisse der Diskussionsveranstaltungen sollen sie bei der Meinungsbildung unterstützen.
Zu 2.    Ein großer Teil der Eltern lehnt gentechnisch veränderte Nahrungsmittel ab und erwartet von den kommunalen Abgeordneten, dafür zu sorgen, dass die Essenversorgung ihrer Kinder gentechnikfrei ist.