LINKE: Keine Deponie im Neuendorfer Wald!

Harald Petzold vor der Gaststätte "Löwen Menü" in Neulöwenberg.
Hier steckt der Abgeordnete noch selber.

Am Freitag besuchte der LINKE Bundestagsabgeordnete Harald Petzold das Löwenberger Land. Als erste Station stand Neulöwenberg auf dem Plan. Hier führte er in der Gaststätte „Löwen-Menü“ eine Bürgersprechstunde durch. „Die Resonanz zeigt den nach wie vor hohen Bedarf an persönlichem Gespräch – trotz aller modernen Kommunikationsmöglichkeiten.“, so Petzold, der von einer Bürgerin mit den Worten bestätigt wurde: „Hier hat sich noch nie ein Abgeordneter zu einer Sprechstunde blicken lassen.“
Anschließend ging es nach Teschendorf. Hier legte der Abgeordnete einen Zwischenstopp ein, um den Einwohnern die aktuelle Zeitschrift seiner Fraktion in den Briefkasten zu stecken oder über den Gartenzaun zu geben. Warum er das denn als Bundestagsabgeordneter selber mache, wollten wir wissen? „Wenn ich in einem Dorf Informationsmaterial selbst mit verteile, entwickeln sich immer wieder über den Zaun Möglichkeiten zu Gesprächen. Die sind für mich sehr wichtig. So konnte ich beispielsweise erfahren, dass es für die Menschen in Teschendorf sehr belastend sein kann, dass die Protokollstrecke der Kanzlerin nach Meseberg bei ihnen direkt durch den Ort geht. Regelmäßig sind die Parkplätze im Ort gesperrt. Das macht den Händlern zu schaffen. Oder es dürfen keine Mülltonnen an die Straße gestellt werden.“, antwortet Petzold. Aber auch für die Menschen seien die Gespräche aufschlussreich, weil sie so die Chance hätten, Antworten aus `erster Hand´ zu erhalten. Beim anschließenden Treffen weiterer Abgeordneter mit Vertretern der Bürgerinitiative (BI) „Neuendorfer Wald“ informierte sich Petzold über das Vorhaben der Firma Baustoffe Flechting. Diese plant in der Neuendorfer Kiesgrube eine Deponie für mineralische Abfälle eizurichten. Die Dimension dieses Vorhabens wurde den Abgeordneten erst beim Vor-Ort-Blick auf die Kiesgrube richtig bewusst. Beim Weg dorthin geht es vorbei an der kleinen Plötze, die sich in unmittelbarer Nähe zur Kiesgrube befindet. Sie ist, wie die große Plötze, ein Quellsee und nur ein Grund, der beim anschließendem Gespräch vom Sprecher der BI, Peter Hofmann, genannt wurde, warum die Deponie dort fehl am Platze sei. Die Landtagsabgeordnete Gerrit Große sagte zu, dass sie noch einmal kritisch bei der Landesregierung nachfragen würde. Der Kreistagsabgeordnete Ralf Wunderlich möchte von der Kreisverwaltung wissen, warum sie keine Stellungnahme abgegeben hat. Sowohl Boden- als auch Umweltschutz fallen in die Zuständigkeit des Landkreises, auch wenn die Entscheider letztendlich auf Landesebene zu suchen sind. „Wir können uns als Kreistag auch dazu positionieren, ob wir unseren Kreis so entwickeln wollen. Also eine Deponie mitten in einem Gebiet zulassen, das zur Naherholung dient und Habitat für seltene Tierarten ist.“, so Wunderlich. Auf Bundesebene wird sich der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold weiter für Kreislaufwirtschaft einsetzen. „Wenn wir mehr wiederverwerten würden, wäre der Bedarf an Deponien lange nicht so hoch“, so Petzold.

Politiker und Mitglieder der Bürgerinitiative vor der Kiesgrube in Neuendorf
Beim Vor-Ortbesuch in Neuendorf. v.li. Harald Petzold (MdB), Peter Hofmann (Sprecher der Bürgerinitiative), Bernd Schreiber (Einwohner von Neuendorf) und Gerrit Große (MdL)

Weiter Informationen finden Sie auf der Seite der Bürgerinitiative unter:  http://www.neuendorfer-wald.de

Lesen Sie hier Petzolds Infoblatt für die Bürgerinnen und Bürger des Löwenberger Landes.

Liebe Bürgerinnen und Bürger des Löwenberger Landes,
heute habe ich mich mit Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerinitiative „Neuendorfer Wald“ getroffen. Die Firma Baustoffe Flechtingen plant in der Neuendorfer Kiesgrube eine Deponie für mineralische Abfälle. Hierzu wurde am 28. Oktober ein sogenannter Scoping-Termin unter Leitung des Landesamtes für Umwelt durchgeführt, also ein Termin, bei dem sich die Behördenvertreter und Firmenbeauftragten sowie zum Beispiel Naturschutzverbände zu einer Vorbesprechung treffen. Weitere Anträge gibt es bisher nicht. Soweit der Sachstand aktuell. Die Bürgerinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, eine solche  Deponie dort zu verhindern.
Mein Treffen mit der BI „Neuendorfer Wald“ bestätigt mich in meiner Position, dass eine solche Deponie aus umwelt- und verkehrspolitischer Sicht an diesem Standort nicht zu befürworten ist. Die Gemeindevertreter der LINKEN des Löwenberger Landes lehnten dieses Vorhaben bereits in der Sitzung der Gemeindevertretung im Oktober 2016 ab und bekräftigten diese Ablehnung noch mal im Dezember. Meine Unterstützung habe ich der Bürgerinitiative bereits bei ihrer Sitzung am 11. Januar 2017 zugesagt. Im Bundestag setze ich mich dafür ein, dass zum Beispiel Bauabfälle besser recycelt werden, dann hätten wir auch nicht einen solch hohen Bedarf an Deponien.
Ich befürworte es ausdrücklich, wenn sich Bürgerinnen und Bürger für Ihre Interessen vor Ort einsetzen und sich organisieren. Sollten Sie noch kein Mitglied der BI Neuendorfer Wald sein, informieren Sie sich bitte unter
www.neuendorfer-wald.de.

Ihr Harald Petzold