Zu den Folgen der geplanten Aussetzung der Wehr- und Wehrersatzdienste erklärt der Sprecher für Menschen mit Behinderungen, Jürgen Maresch:
Die Bundesregierung zeigt sich unfähig, in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen akzeptable Lösungen zu finden.
So muss ein faktisches Ende der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes überzeugende Modelle zum quantitativen und qualitativen Erhalt der Betreuung zum Beispiel für behinderte Menschen voraussetzen. Eine kurze Erklärung zum „freiwilligen Zivildienst“ von Familienministerin Schröder reicht da nicht aus.
Seit langem ist ein Konzept überfällig, das für Menschen mit Behinderungen die notwendige personelle Betreuung sicherstellt.
Das kann bei weitem nicht in jedem Fall der Zivi sein. Aber es ist nicht akzeptabel, diese Ressource einfach ersatzlos zu streichen.