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Antrag: Weiterführende Schule in Oberkrämer prüfen

Bild von Gábor Adonyi auf Pixabay

Der Landrat wird aufgefordert, in einer zukünftigen Schulentwicklungsplanung die Errichtung einer weiterführenden Schule in Oberkrämer zu untersuchen.

Dabei sind folgende Prämissen zu beachten:

  1. In Zusammenarbeit mit den Kommunen sind die neuesten Einwohnerprognosen zu berücksichtigen.
  2. Die Klassenfrequenzen sind auf höchstens 24 Schüler zu begrenzen.
  3. Der Zuschnitt der Planungsgebiete ist so zu gestalten, dass der in den letzten Jahren erfolgte Bevölkerungszuwachs berücksichtigt wird.

Begründung:

In den letzten Jahren hat es ein beweisbares Wachstum an Einwohnern im südlichen Landkreis gegeben.

Die Infrastruktur für Schülerinnen und Schüler in Oberkrämer ist bereits mit der bisherigen Entwicklung kaum hinterhergekommen. Die Stadt Velten war in der Vergangenheit auch immer für die Umlandversorgung an Plätzen in weiterführenden Schulen zuständig. Dieser Aufgabe kann die Barbara-Zürner-Oberschule aber schon seit einigen Jahren nur noch ungenügend nachkommen, da die Ablehnungsquote für Schülerinnen und Schüler im Ü7-Verfahren bereits seit Jahren bei 50% liegt. Der LEP HR wird in den nächsten Jahren zusätzlich für eine verstärkte Bautätigkeit und somit für einen höheren Bedarf an Plätzen in weiterführenden Schulen sorgen. Oberkrämer wird von einer geplanten Erweiterung der Oberschule in Velten nicht profitieren, da bis zum Bauabschluss bereits viele Neueinwohner ihre Kinder dort unterrichten lassen werden.

Ein Schulbesuch in Hennigsdorf ist für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler Oberkrämers ebenfalls nicht relevant, da die Zuwächse, die aus dem LEP HR resultieren, sich vorrangig im nördlichen Teil Oberkrämers manifestieren werden und auch in Hennigsdorf neue Wohneinheiten mit mehr Schülerinnen und Schülern, die eine örtliche weiterführende Schule besuchen wollen, entstehen. Darum wird die Aufstockung der Hennigsdorfer Oberschulen um jeweils einen Zug zum größten Teil nur den Eigenbedarf an Schulplätzen Hennigsdorfs decken.

Daneben gibt es noch einen sozialen Aspekt, der für den Bau einer weiterführenden Schule in Oberkrämer spricht. Da die Grundschule in Bötzow nicht in der Lage ist, alle Kinder zu beschulen, lernt ein Großteil der Kinder schon heute in Vehlefanz. Wenn nach der Grundschulzeit die Kinder in verschiedenen weiterführenden Schulen, die im Kreisgebiet verstreut sind, weiterlernen müssen, werden wichtige soziale Beziehungen zerstört. Bei langen und weiten Schulwegen ist es außerdem nur noch schwer möglich, seine Freizeit sinnvoll in örtlichen Vereinen zu verbringen.

 


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