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Ratlos in Oberhavel - Für eine unabhängige Sozialberatung!

CC BY-SA Enrico Geißler
Andreas Büttner und Anke Domscheit-Berg bei der Oranienburger Tafel
Andreas Büttner und Anke Domscheit-Berg bei der Oranienburger Tafel. Sie sehen eine der K9isten an.

Im komplizierten Steuerrecht hilft der Steuerberater allen die es sich leisten können. Wer aber berät, wenn die Zeiten gerade schwierig sind, wenn Corona die Existenz zerstört, wenn Schicksalsschläge Menschen die Wege verbauen? ALG2, Wohngeld, Einzelfallprüfungen, Homeschooling-Zuschuss und seitenweise Anträge - was Mitarbeitenden in Verwaltungen oft schon schwerfällt, ist für Betroffene oft kaum durchschaubar. Kommen Fehlentscheidungen oder Zweifelsfälle hinzu, stehen Menschen ohne das soziale Netz dieser Gesellschaft da oder Gerichtsprozesse belasten Staat wie Betroffene.

Die linke Kreistagsabgeordnete Kathrin Willemsen streitet im Kreistag für eine faire, unabhängige Beratung für Betroffene. "Unterstützungsleistungen gibt es von unterschiedlichsten Behörden. Oft müssen sich Menschen von Amt zu Amt durchfragen. Dies belastet sowohl die Verwaltungen als auch Betroffene. Eine unabhängige, faire Beratung würde beide Seiten entlasten und Menschen schnell zu ihrem Recht verhelfen." erklärt sie. Im Sozialausschuss des Kreistages erhielt der Antrag der Linken trotz des berechtigten Ansinnens erst einmal eine Abfuhr. Nur die Grünen stimmten dem Antrag zu.

Besonders die schweigende Ablehnung durch die SPD entsetzt Kathrin Willemsen dabei. "Alljährlich veranstaltet die SPD in Oranienburg bei der Tafel eine Armenspeisung. Alljährlich wurde betont, wie wichtig es ist, dass es die Tafel gibt und wie traurig es sei, dass Menschen darauf angewiesen sind. Genauso betonte Frau Knerndl, die langjährige Chefin der Tafel, die im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde, dass sie neben ihrer Arbeit viel Zeit in die Unterstützung und Beratung von Menschen investiert, die ohne diese Unterstützung ihre Ansprüche nicht kennen oder durchsetzen konnten. Wie viele Menschen jedoch bräuchten keine Lebensmittelspenden, wenn sie um ihre Rechte und Pflichten wissen und da, wo es erforderlich ist, unterstützt werden?"

Das Kathrin Willemsen so schnell nicht aufgibt, weiß man inzwischen nicht nur auf den Fluren des Landratsamtes. "Wir hoffen auf die Entscheidung des Kreistages am ..... und werden vehement für den Antrag werben. Der Antrag wurde vorher mit vielen Partnern besprochen und entwickelt. "Wir setzen darauf, dass sich auch in den anderen Fraktionen die Vernunft durchsetzt, Menschen in schwierigen Situation den Zugang zu unabhängiger Beratung zu ermöglichen", kündigt Kathrin Willemsen schon einmal an.


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